Grant-in-Aid-Programm

GRANT-IN-AID
Um die hohe Qualität der Daten in den Datenbanken und die Erstellung von neuen Daten auch in Zukunft zu gewährleisten, bietet das ICDD das Grant-in-Aid-Programm an. Dieses Programm soll Wissenschaftler, welche mit neuen Materialien arbeiten, ermutigen, Beugungsdaten von höchster Qualität zu erstellen und diese an das ICDD zur Veröffentlichung im PDF weiterzuleiten. Die Grant-in-Aid-(GiA-)Finanzierung steht allen qualifizierten Anwendern der Röntgenbeugung zur Verfügung. Die Beihilfen werden in einem Wettbewerbsverfahren vergeben. Ein Ausschuss aus ICDD-Mitgliedern bewertet die Anträge. ICDD-Personal bietet technische Hilfe an und verwaltet das Programm.

Eine der Hauptaufgaben des ICDD Grant-in-Aid-Programms ist es, qualitativ hochwertige Beugungsdaten neuer für Industrie und Behörden wichtiger Materialien zu erhalten. Der Erfolg des Programms lässt sich am ständigen Anstieg der Daten höchster Qualität (star) ablesen, wobei sich die gesammelte Erfahrung der Mittelempfänger im Verlauf der Zeit erhöht hat. Mehr als 85 % aller GiA-Diffraktogramme, die veröffentlicht werden, sind von höchster Qualität (star). Durch das GiA-Programm konnten Halbleiter, Elektronikmaterialien, Pharmazeutika und Katalysatormaterialien dem PDF hinzugefügt werden. Viele der von den technischen Unterausschüssen eingesetzten Arbeitsgruppen bewerten die Daten im PDF und geben Vorschläge für neue Materialien, die hinzugefügt werden sollten. Viele Materialien im PDF gehen auf frühere Vorschläge von Mitgliedern und Nutzern zurück. Der Chefredakteur erstellt eine Liste von benötigten Materialien, die von den Arbeitsgruppen vorgeschlagen wurden. Ein GiA-Empfänger kann entweder eine Liste von Materialien vorschlagen oder er erhält einige Materialien von höchster Priorität aus der Liste des Chefredakteurs.

Das Programm ist international. Die Zuwendungsdauer beträgt 12 Monate mit zwei Zyklen pro Jahr. Zyklus 1 beginnt am 1. April und Zyklus 2 am 1. Oktober.

Das Grant-in-Aid-Internetverfahren
Ein automatisierter Ablauf über das Internet wurde entwickelt und gestartet, wodurch die Übermittlung und gründliche Prüfung von Förderungsanträgen via Internet ermöglicht wird. Ein Vorteil ist, dass im Vorfeld des Antrages die im PDF gespeicherten und momentan bearbeiteten Materialien eingesehen werden können. Um Doppelungen zu vermeiden, sind alle Antragsteller angehalten, vor der Übermittlung des Antrages ihre Verbindungen mit den Daten der Datenbank abzugleichen. Dazu stehen Suchlinks für Chemikalien und Elemente zur Verfügung, welche zweimal jährlich, im Dezember und Juni, aktualisiert werden. Diese Aktualisierung steht mit den zwei jährlichen Förderungszyklen im Einklang. 

Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist die Möglichkeit des GiA-Ausschusses, aus der Ferne Bewertungen vornehmen und Anträge diskutieren zu können. Dies wird durch eine Kombination von Internetkorrespondenz und Telefonkonferenz ermöglicht. Anträge, Lebensläufe und ältere Publikationen sind so für die Begutachtung durch den Ausschuss vorhanden. Aus diesem Grund kann der Ausschuss aus erfahrenen Mitgliedern verschiedener Länder und Kontinente bestehen. Die Besprechungen werden in regelmäßigen Abständen von einigen Wochen durchgeführt.

Die Besprechungssitzungen haben sich zu Telefonkonferenzen entwickelt, bei denen die Forschungsergebnisse und Resultate diskutiert werden. Diese Wandlung war wesentlich für das ICDD, um auch weiterhin mit dem großen Umfang der Datenbank Schritt zu halten und Vorteile aus der internationalen Expertise für finanzielle Unterstützung und Bewertung zu ziehen.

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